Seit Jahrtausenden ist Salz aus der Küche nicht wegzudenken. Es macht Lebensmittel haltbar und bringt Aromen zur Geltung. Doch Salz ist nicht gleich Salz – und mit dem Trend zu bunten Gourmetsalzen ist ein verborgenes Risiko gewachsen: Schwermetalle.
Verschiedene Studien zeigen, dass manche exotischen Salze gesundheitsschädliche Stoffe enthalten können. Für Köche, Genießer und bewusste Verbraucher lohnt es sich, genauer hinzusehen.
Die verborgenen Risiken bunter Gourmetsalze
Farbige Salze – vom rosa Himalayasalz bis zum schwarzen Vulkansalz – faszinieren durch ihre exotische Optik und durch geschicktes Marketing. Eine wissenschaftliche Analyse von Spex CertiPrep kam jedoch zu überraschenden Ergebnissen.
Die Studie ergab, dass dunkle oder stark gefärbte Salze erhöhte Mengen an Schwermetallen enthielten, darunter Eisen und Blei:
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Eisen: bis zu 500 μg/g in einigen Proben.
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Blei: rund 0,5 μg/g in den meisten Salzen, in schwarzen und grauen Salzen teilweise bis zu 1 μg/g.
Der Bericht kam zu dem Schluss, dass die dunkelsten Salze durchweg die höchsten Konzentrationen dieser gefährlichen Elemente aufwiesen.
Das ist bedenklich, denn für Blei ist keine sichere Aufnahmemenge bekannt.
Blei im rosa Himalayasalz
Eine weitere Studie fand besorgniserregende Bleiwerte in rosa Salz. Eine Probe rosa Salz aus Peru enthielt 2,59 mg/kg Blei und überschritt damit den Höchstgehalt der FSANZ (2 mg/kg) – sie enthielt 130-mal mehr Blei als weißes Jodsalz.
Tamara Rubin, die in der Studie zitierte Forscherin, sagt dazu:
„Es gibt keine unbedenkliche Bleibelastung. Die Aufnahme von Blei kann akute und chronische Beschwerden verursachen, darunter Knochenschäden, Magen-Darm-Probleme, Nierenfunktionsstörungen, kognitive Einbußen, Herzerkrankungen und sogar Krebs.“
Ihre Untersuchungen legen nahe, dass Salz weniger als 100 ppb Blei enthalten sollte, um für den täglichen Verzehr als sicher zu gelten.
Diese Ergebnisse zeigen: Farbiges Salz kann unsichtbare Risiken bergen.
Das Problem mit dem Eisen: mehr als nur Farbe
Seine typische Färbung verdankt rosa Salz dem Eisenoxid, also Rost. Doch Eisen ist kein harmloses Mineral. Laut dem Biologen Dr. Ray Peat ist Eisen ein potenziell giftiges Schwermetall:
„Zu viel Eisen kann die Zellalterung beschleunigen, schädliche Bakterien und Parasiten nähren und sogar die Entstehung von Krebs begünstigen. Oxidiert Eisen zusammen mit mehrfach ungesättigten Fetten, entsteht Lipofuszin, das mit Alterung und Neurodegeneration in Verbindung gebracht wird.“
Viele Verbraucher bemerken dieses Risiko nicht – es versteckt sich hinter hübschen bunten Kristallen, die gesundheitliche Vorteile versprechen.
Rosa Himalayasalz: Mythos und Wirklichkeit
Das meiste rosa Himalayasalz stammt gar nicht aus dem Himalaya. Recherchen zeigen, dass es in Khewra, Pakistan abgebaut wird – Hunderte Kilometer vom Gebirge entfernt und teils mithilfe von Sprengungen. Dabei können nicht nur Verunreinigungen, sondern auch Schwermetalle ins Salz gelangen.
Neben den Sicherheitsbedenken zeigt das, wie sehr Marketing die Wirklichkeit eines Produkts verschleiern kann.
Warum weißes Salz die sicherere Wahl ist
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